Mehr Frauen in den Gemeinderat? - Podiumsdiskussionen in Mikes Kino
Mehr Frauen in den Gemeinderat? – Veranstaltung mit „Bavaria ruft“ in Mike‘s Kino
Am 8. März sind in Prien Gemeinderatswahlen. Da entscheidet sich, wer in den nächsten sechs Jahren die Politik hier vor Ort mitgestaltet. Und: Wie viele Frauen dabei sind. Bislang sind sie hier - wie in ganz Bayern – deutlich unterrepräsentiert: Laut Statistik machen die Prienerinnen zwar mehr als die Hälfte der Bevölkerung aus, aber nicht mal ein Drittel des Gemeinderats. So sind momentan nur sieben von 24 Gemeinderäten weiblich, keiner der drei Bürgermeisterposten ist mit einer Frau besetzt. Auch das ist bayernweit keine Seltenheit: Nur 10 % der Oberbürgermeisterinnen sind laut Bayerischem Gemeindetag Frauen. An dieser Ungleichverteilung von politischen Posten will eine parteiübergreifende Initiative unter der Schirmherrschaft von Landtagspräsidentin Ilse Aigner und Familienministerin Ulrike Scharf etwas ändern. „Bavaria ruft!“ heißt sie und kommt am Mittwoch, den 11. Februar, um 17 Uhr nach Prien. Erst wird in Mike’s Kino ein Film über Kommunalpolitikerinnen gezeigt, dann erzählen auf der Bühne Prienerinnen, die zum ersten Mal auf einer Liste stehen, was sie bewogen hat zu kandidieren. Vom „Bavaria ruft“-Team ist Kathrin Alte, die Oberbürgermeisterin von Anzing vor Ort. Eine Initiative von Gemeinderätin Annette Resch und Lisa Schurr für 'KomMit!' - das Priener Netzwerk für kommunalpolitisches Engagement. Bei der Veranstaltung am 11.2. wird parallelder Kinderfilm 'Checker Tobi und die heimliche Herrscherin der Erde' gezeigt, sodass auch Eltern ohne Betreuung zuhören und mitdiskutieren können. Der Eintritt für die Podiumsdiskussion ist frei, um Spenden wird gebeten.
„Wem gehört mein Dorf?“ – preisgekrönter Dokumentarfilm am 4. März in Mike’s Kino
WEM GEHÖRT MEIN DORF? ist ein persönlicher Film über das Wesen der Demokratie. Zwischen weißer Bäderarchitektur und sanftem Meeresrauschen zeigt Regisseur Christoph Eder am Beispiel seines Heimatorts Göhren auf der Insel Rügen, dass politische Mitbestimmung nirgendwo so unmittelbar ist, wie in der Lokalpolitik. Im Mikrokosmos des Ostseebads und seiner Bewohner werden Themen verhandelt, die auch hier vor Ort Brisanz haben und kapitalistische Interessen gegen das Gemeinwohl stellen: Ausverkauf der Kommunen, Gentrifizierung, Strukturwandel, Turbo-Tourismus, Naturschutz. Von der Deutschen Film- und Medienbewertung (FBW) hat WEM GEHÖRT MEIN DORF? das Prädikat „besonders wertvoll“ erhalten, in der Jury-Begründung heißt es: „Spannend wie ein Spielfilm entwickelt sich auch dank großartiger Protagonistinnen ein demokratischer Kampf um die Mitbestimmung um das Göhrener Schicksal.“ Der Film zeigt, dass Veränderung im Kleinen beginnen und dabei große Wellen schlagen kann. Im Anschluss an die Filmvorführung am 4.3. um 17 Uhr in Mike’s Kino ist eine Podiumsdiskussion mit dem Regisseur geplant. Parallel wird ein Kinderfilm gezeigt, sodass auch Eltern ohne Betreuung zuhören und mitdiskutieren können. Der Eintritt für die Podiumsdiskussion ist frei, um Spenden wird gebeten.
Veranstalter für beide Tage: KomMit! - Das Priener Netzwerk für kommunalpolitisches Engagement.